







1 In jener Zeit sprach Jesus zu der Menschenmenge: “Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
2 Wenn du Almosen gibst, posaune es nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden! Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. 3 Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, 4 damit dein Almosen im Verborgenen bleibt; und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
5 Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler! Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. 6 Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer, schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
16 Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. 17 Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, 18 damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.”
«Ensemble Organum» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Sancta Camisia» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Taizé instrumental 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Ich sehe vor meinem inneren Auge die Landschaft Galiläas. Ein Hügel erhebt sich in der Nähe des See Genezareth’. Nun hatte ich auch endlich Zeit gefunden, mich auf den Weg zu machen, um diesen Jesus aus Nazareth zu sehen. Viele, die durch meinen Heimatort gekommen waren, hatten von seinen starken Worten und seinen mächtigen Taten berichtet, wie sie in diesen Tagen eigentlich nicht mehr vorzukommen pflegen. --- Mit vielen anderen sind wir heute zusammengekommen. Jesus redet zu uns. Ich spüre die Kraft seine Worte. Seine Ermutigung, in meiner Armut vor Gott selig zu sein, ließ mein Herz leicht werden. --- Doch Jesu Tonfall hat sich verändert. Es ist eine Mahnung hinzugekommen, die mein Herz aufhorchen lässt, die mein Herz unterscheiden lässt, ob ich diese Armut wirklich auch vor mir und Gott zu leben bereit bin.
(Reflexionsfrage 1)
Tröstet es mich, dass Gott, mein himmlischer Vater, nach Jesu Wort vor allem auf das Verborgene achtet?
(Reflexionsfrage 2)
Mit welchem Gesichtsausdruck – vielleicht mit einem Aschekreuz auf der Stirn – möchte ich heute den Menschen begegnen?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den anklagenden Ton Jesu im Wort “Heuchler” und nehme wahr, wie mich das Wort trifft.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.