31 Da sagte er zu den Juden, die zum Glauben an ihn gekommen waren: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaft meine Jünger. 32 Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien. 33 Sie erwiderten ihm: Wir sind Nachkommen Abrahams und sind noch nie Sklaven gewesen. Wie kannst du sagen: Ihr werdet frei werden? 34 Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wer die Sünde tut, ist Sklave der Sünde. 35 Der Sklave aber bleibt nicht für immer im Haus; nur der Sohn bleibt für immer. 36 Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei. 37 Ich weiß, dass ihr Nachkommen Abrahams seid. Doch ihr sucht mich zu töten, weil mein Wort in euch keine Aufnahme findet. 38 Ich sage, was ich beim Vater gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. 39 Sie antworteten ihm: Unser Vater ist Abraham. Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr Kinder Abrahams wärt, würdet ihr die Werke Abrahams tun. 40 Jetzt aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit verkündet hat, die ich von Gott gehört habe. So hat Abraham nicht gehandelt. 41 Ihr vollbringt die Werke eures Vaters. Sie entgegneten ihm: Wir stammen nicht aus Unzucht, sondern wir haben nur den einen Vater: Gott. 42 Jesus sagte zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben; denn von Gott bin ich ausgegangen und gekommen. Ich bin nicht von mir aus gekommen, sondern er hat mich gesandt.
«Soul's Desire» © Choir of St Sepulchre's London Choir of St Sepulchre's London
«Undefended Heart» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Undefended Heart» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
(Schauplatz gestalten)
Ich stehe auf dem Tempelplatz in Jerusalem, umgeben von einer Menge Menschen, die angeregt mit Jesus diskutieren. Die Spannung in der Luft ist spürbar, als Jesus vom wahren Frei-Sein durch die Wahrheit spricht und dabei den Glauben und die Herkunft seiner Zuhörer hinterfragt. Seine Worte scheinen wie ein Spiegel, der die inneren Bindungen der Menschen aufzeigt.
(Reflexionsfrage 1)
Wo in meinem Leben klammere ich mich an vermeintliche Sicherheiten oder falsche Selbstbilder, die mich davon abhalten, wahrhaft frei zu sein?
(Reflexionsfrage 2)
Wie sehr bin ich bereit, die Wahrheit Jesu in meinem Leben anzunehmen, auch wenn sie mich herausfordert oder schmerzlich berührt?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf Jesu Betonung der Wahrheit, die frei macht.