13 Einer aus der Volksmenge bat Jesus: “Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen!” 14 Er erwiderte ihm: “Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler bei euch eingesetzt?” 15 Dann sagte er zu den Leuten: “Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier! Denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin, dass einer im Überfluss seines Besitzes lebt.”
16 Und Jesus erzählte ihnen folgendes Gleichnis:
“Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. 17 Da überlegte er bei sich selbst: Was soll ich tun? Ich habe keinen Platz, wo ich meine Ernte unterbringen könnte. 18 Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. 19 Dann werde ich zu meiner Seele sagen: Seele, nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freue dich! 20 Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann das gehören, was du angehäuft hast?
21 So geht es einem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber bei Gott nicht reich ist.”
«Margaret Rizza, Complete Chants, Vol. 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Margaret Rizza
«Undefended Heart» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Taizé instrumental 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Ich schließe meine Augen. Ich achte auf meinen Atem. Ich mache mir bewusst, dass ich ein Gleichnis Jesu betrachten werde. --- Vor meinem inneren Auge taucht eine Landschaft mit sanften Hügeln auf, auf die die Sonne scheint und die von unzähligen Feldern bedeckt ist.
Die Pflanzen tragen volle Frucht und sind reif für die Ernte. Auf einem etwas erhöhten Hügel sehe ich eine Person, die fest im Boden verwurzelt steht, die Arme vor der Brust verschränkt hat und den Blick über die Felder wirft. All das gehört ihr. Eine große Ruhe und Zufriedenheit geht von der Person aus. Ich kann dies an ihrer Ausstrahlung wahrnehmen. --- Doch mit einem Mal durchfährt ein Blitz die Person und ihre Stimmung kippt: Sorgenfalten entstehen. Sie knackt mit den Fingern. Sie beginnt unruhig hin- und herzulaufen. Ihr Blick wendet sich von einer zur anderen Seite. --- Mit einem plötzlichen Fingerschnippen hat die Person ihre Ruhe zurück. Sie hat eine Idee, die ihre alle Sorgen nimmt. Ein Lächeln macht sich auf ihren Lippen breit. --- Mit den dunklen Wolken, die sich aus dem Nichts in der Ferne zusammenbrauen und immer höher türmen, durchfährt ein schneidender Schmerz die Person.
(Reflexionsfrage 1)
Vor welcher (überreichen) Ernte stehe ich?
(Reflexionsfrage 2)
Welche Sicherheit bietet mir mein Vorrat, den ich nicht teile?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den Ratschlag Jesu.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.