13 [In jener Zeit] zog Jesus sich allein […] mit dem Boot in eine einsame Gegend zurück. Aber die Volksscharen hörten davon und folgten ihm zu Fuß aus den Städten nach. 14 Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen und heilte ihre Kranken.
15 Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: “Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen!” 16 Jesus aber antwortete: “Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen!” 17 Sie sagten zu ihm: “Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische hier.” 18 Er antwortete: “Bringt sie mir her!”
19 Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten 20 und alle aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrig gebliebenen Brotstücke ein, zwölf Körbe voll. 21 Es waren etwa fünftausend Männer, die gegessen hatten, dazu noch Frauen und Kinder.
«Fountain of Life» © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Margaret Rizza
«Taizé Instrumental 4» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Taizé Instrumental 4» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Ich schließe meine Augen. - Ich achte auf meinen Atem. - Ich mache mir bewusst, dass ich in der Betrachtung Jesus, seinen Jüngern und vielen Menschen begegnen werde. --- Vor meinem inneren Auge sehe ich nahe dem See Genezareth, an einem Hügel eine weite Wiese, auf der sich viele Menschen versammelt haben. Eine große Freude ist unter den Menschen zu spüren: einige gestikulieren mit Krücken, anderen fallen sich in die Arme und können die Tränen nicht zurückhalten. --- In ihrer Mitte sitzt Jesus. Er hat sich etwas Abstand geschaffen. Seine Jünger sind bei ihm. Vor ihm auf einem Tuch und einem Stück Leder liegen fünf Brote und zwei Fische. Jesus lässt den Blick über die Menschen wandern. Dann schließt er die Augen, streckt seine Arme aus und öffnet seine Hände wie eine große Schale zum Himmel.
Er öffnet die Augen. Blickt auf das Brot und den Fisch und spricht: “Baruch Adonai, gepriesen bist du Herr!” --- Eine Stille hat sich über die Menschenmenge gelegt. Es ist, als ob jeder die Worte Jesu direkt mit seinem Herzen hörte.
(Reflexionsfrage 1)
Was möchte ich von Jesus empfangen?
(Reflexionsfrage 2)
Was fehlt mir, damit ich satt werde?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Zuversicht Jesu, dass die wenigen Gaben reichen werden.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.