1 Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes zu sich und führte sie auf einen hohen Berg. 2 Und er wurde vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. 3 Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elija und redeten mit Jesus.
4 Und Petrus antwortete und sagte zu Jesus: “Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.” 5 Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: “Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.” 6 Als die Jünger das hörten, warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr.
7 Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: “Steht auf und fürchtet euch nicht!” 8 Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden außer Jesus allein. 9 Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: “Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist!”
«Jubilate» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«All is Well» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Taizé Instrumental (T701)» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Ich schließe die Augen. Ich achte auf meinen Atem. Ich mache mir bewusst, dass ich in der Betrachtung gleich Jesus und seinen Jüngern begegnen werde. --- Vor meinem inneren Auge taucht ein hoher Berg auf. Er hebt sich von der umliegenden Landschaft ab. Nur ein schmaler Weg schlängelt sich zum Gipfel. Jesus geht mit drei seiner Jünger den Berg hinauf. Während die drei noch kurz innehalten und sich den Schweiß von der Stirn wischen, tritt Jesus von ihnen weg. Wie von einer inneren Stimme gezogen, tritt er auf den höchsten Punkt des Berges. --- Wie ein Blitz leuchtet plötzlich Jesu Gewand weiß. Es strahlt wie das Licht der Sonne selbst, ohne sie zu blenden. Sie erkennen ihn immer noch deutlich – und neben ihn tauchen zwei Männer auf: Mose und Elija, die mit ihm reden. Die Jünger stehen dabei. Sie wissen nicht recht, wie ihnen geschieht. Eine Wolke umhüllt sie und eine Kühle legt sich um sie. In ihrem Herzen hören sie eine Stimme, die nicht von dieser Welt ist. --- Die Jünger werfen sich auf den Boden. Sie spüren Jesu Hand. Sie spüren seine Gegenwart und wissen doch, dass der Himmel sie berührt.
(Reflexionsfrage 1)
Gibt es einen Ort in meinem Leben, den ich eindeutig mit einer Gottesbegegnung verbinde?
(Reflexionsfrage 2)
Mit welchen Menschen teile ich eine besondere Gotteserfahrung?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf Jesu Berührung, um die Jünger aufzurichten.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.