1 In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist denn im Himmelreich der Größte? 2 Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte 3 und sagte: Amen, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen. 4 Wer sich so klein macht wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. 5 Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf.
11 Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.[1]
12 Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück, geht hin und sucht das verirrte? 13 Und wenn er es findet - Amen, ich sage euch: Er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. 14 So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht.
«Josma Rodrigues» © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Josma Rodrigues
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Taizé Instrumental 1» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Unter den Jüngern, die beisammenstehen, kommt die Frage auf, wer eigentlich der Größte sei im Himmelreich. Als sie mit dieser Frage zu Jesus kommen, ruft er ein Kind zu sich. Es kommt ohne Zögern, mit offenem Blick. Jesus stellt es in die Mitte – ganz ruhig, ganz selbstverständlich. Ich sehe seine kleinen Hände, höre den Atem des Kindes. Dann spricht Jesus von den Engeln, die ständig das Angesicht des Vaters schauen. Ich spüre eine leise Ehrfurcht. Und dann erzählt er vom Hirten, der einem einzigen Schaf nachgeht. Ich sehe ihn vor mir, wie er über steinige Hänge steigt, suchend, bis er es findet.
(Reflexionsfrage 1)
Welches Bild – das Kind, das verlorene Schaf – spricht mich mehr an und warum?
(Reflexionsfrage 2)
Gott sorgt sich um die Kleinen und um die Verirrten, er sorgt sich um mich. Was löst dieses Wissen in mir aus?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf…die Reaktionen der Jünger als Jesus auf ihre Frage antwortet.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.