







57 Als sie auf dem Weg weiterzogen, sagte ein Mann zu Jesus: Ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst. 58 Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. 59 Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst weggehen und meinen Vater begraben![4] 60 Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! 61 Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich Abschied nehmen von denen, die in meinem Hause sind. 62 Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.
«Laudamus Te» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Taizé instrumental 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
"Als sie auf dem Weg weiterzogen …”, hieß es im Evangelium. Jesus und seine Jünger sind auf keinem Spaziergang! Es ist ein schwerer Weg, den sie unter ihre Füße nehmen. Sie gehen nach Jerusalem, dem Ort, wo sich der Messias offenbaren muss. Jesus weiß, dass er mit Widerstand und Ablehnung zu rechnen hat. Dem, was man als Auftrag, als seinen Weg, die eigene Berufung erkannt hat, treu zu bleiben, ist nicht immer leicht. Jesus möchte, dass seine Weggefährten, dass alle, die ihm nachfolgen, sich darüber Gedanken machen und nicht unbedacht die Nachfolge antreten.
(Reflexionsfrage 1)
Jesus weiß, welcher Lebensweg für mich der passende, der erfüllende ist. Bringe ich dieses Vertrauen auf, dass selbst eine Absage Jesu an meine Vorstellungen und Wünsche zu meinem Besten ist? Ich bitte um das Vertrauen, dass Gott mir ein erfülltes Leben schenken möchte, auch wenn er nicht alle meine Wünsche erfüllt.
(Reflexionsfrage 2)
Der Blick zurück, beim Autofahren dient er der Sicherheit, ist unerlässlich. Doch klar ist auch, die Frontscheibe darf deshalb nicht aus dem Blick geraten! Der Blick zurück, den Jesus mit dem Reich Gottes für unvereinbar hält: Wie oft schaue ich innerlich in den Rückspiegel? Denn klar muss bleiben, der nachvorne gerichtete Blick führt in die Zukunft! Reich Gottes: Gott will mich erreichen, er wartet in der Zukunft auf mich.
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den Satz Jesu: Folge mir nach! Und richte meinen Blick in die Zukunft!
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.