







5 Die Apostel baten den Herrn: Stärke unseren Glauben! 6 Der Herr erwiderte: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich und verpflanz dich ins Meer! und er würde euch gehorchen. 7 Wenn einer von euch einen Knecht hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Komm gleich her und begib dich zu Tisch? 8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich und bediene mich, bis ich gegessen und getrunken habe; danach kannst auch du essen und trinken. 9 Bedankt er sich etwa bei dem Knecht, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde? 10 So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.
«Margaret Rizza» © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Margaret Rizza
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich liege morgens im Bett. Eigentlich müsste ich aufstehen. Mir geht durch den Kopf, was ich alles zu erledigen hätte. Wie soll ich das bloß schaffen? Ich ziehe mir die Decke über den Kopf.
Was könnte mich jetzt motivieren, in die Gänge zu kommen? Vielleicht die Sorge vor der Kritik der anderen, die sich darüber aufregen, was bei mir alles liegengeblieben ist. Vielleicht die Aussicht auf Lob oder Anerkennung, wenn ich tue, was von mir erwartet wird.
Wie wäre es, wenn ich spürte: Da ist mir etwas wichtig. Es ist gut, das zu machen, weil es einen Wert für mich hat. Weil es mir am Herzen liegt.
Langsam schlage ich die Decke zurück, setze meine Füße auf den Boden und stehe auf.
(Reflexionsfrage 1)
Was motiviert mich bei dem, was ich gerade tue? Sind es nur äußere Anreize wie die Aussicht auf Belohnung? Oder handle ich auch aus innerem Antrieb: weil mein Tun meinen Werten entspricht?
(Reflexionsfrage 2)
In welchen Situationen kann ich in mir einen lebendigen Glauben spüren – einen Glauben, der mir die Kraft gibt, Dinge zu tun, die ich mir gar nicht zugetraut hätte?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Kraft, die den Baum aus dem Boden zieht und dem Knecht die Energie zum Handeln schenkt.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.