







38 Als sie weiterzogen, kam er in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf.[2] 39 Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. 40 Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen zu dienen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! 41 Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen.[3] 42 Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt, der wird ihr nicht genommen werden.
«Laine Laudico and Cholo Malilin - To Love and Serve» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Dmitry Krasnoukhov» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«All is Well» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
(Schauplatz gestalten)
Ich arbeite im Büro. Stundenlang beantworte ich E-Mails, führe Telefonate, mache Eintragungen. Meine Gedanken wandern zwischen den verschiedensten Aufgaben hin und her. Ich grüble. Ich mache mir Sorgen, dass meine Arbeit nicht gut genug ist. Dass ich schneller werden muss. Deshalb strenge ich mich noch mehr an. Allmählich verspannt sich mein Nacken. Mein Kopf pocht.
Nun stelle ich mir vor, wie es wäre, meine ungeteilte Aufmerksamkeit auf eine Person zu richten, die mir viel bedeutet. Ganz Ohr zu sein für das, was sie mir zu sagen hat. Weil ich merke, dass ihre Worte an meine tiefste Sehnsucht rühren. Ich spüre, wie nahe mir mein Gegenüber ist. Und wie beschenkt ich durch ihre Gegenwart bin.
(Reflexionsfrage 1)
Wo verliere ich mich in allerlei Sorgen und Grübeleien? Wo fühle ich mich isoliert und innerlich zerrissen? Und wo bin ich gesammelt? Wo bin ich im Kontakt mit der Wirklichkeit? Mit anderen Menschen?
(Reflexionsfrage 2)
Wo und wie kann ich heute meinen Alltag unterbrechen, um mich wie Maria Jesus zu Füßen zu setzen und seinen Worten zuzuhören?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Liebe und das Mitgefühl, dass in der Stimme Jesu mitschwingt, wenn er die Frau mit Namen anspricht: „Marta, Marta!“
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.