







5 Dann sagte er zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote; 6 denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen und ich habe ihm nichts anzubieten!, 7 wird dann der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben? 8 Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht. 9 Darum sage ich euch: Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet. 10 Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. 11 Oder welcher Vater unter euch, den der Sohn um einen Fisch bittet, gibt ihm statt eines Fisches eine Schlange 12 oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet? 13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.
«Ave Generosa» © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Margaret Rizza
«Dmitry Krasnoukhov» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich stelle mir zwei Menschen vor, die füreinander beste Freunde sind. Ihre Beziehung ist über Jahre hin gewachsen. Heute kennen sie sich so gut, dass es nicht viele Worte zwischen ihnen braucht. Sie teilen gemeinsame Interessen und Anliegen. Sie unternehmen vieles miteinander. Sie arbeiten zusammen. Sie verstehen sich, selbst wenn sie nicht immer einer Meinung sind. Sie vertrauen einander und verlassen sich aufeinander. Sie sind füreinander da und helfen sich gegenseitig. Jeder würde für den andern das letzte Hemd geben.
Gott ist ein „Freund des Lebens“ (Weish 11,26) – auch ein Freund meines Lebens. Gottes Freundschaft zur mir nimmt Gestalt an in Jesus, der für mich alles gibt (Joh 15,13).
(Reflexionsfrage 1)
Wie verändert es mein Beten, wenn ich mir vor Augen halte, dass ich im Gebet mit einem Freund zusammen bin – dem besten, den ich mir denken kann?
(Reflexionsfrage 2)
Gott will mir im Gebet seinen Geist schenken – seine Lebenskraft, seine Liebe, sein Licht. Was bedeutet mir dieses Geschenk?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und beachte besonders das Bild einer Tür, die sich für mich öffnet.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.