







13 Zu dieser Zeit kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. 14 Johannes aber wollte es nicht zulassen und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir? 15 Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu! Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen. Da gab Johannes nach. 16 Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf. Und siehe, da öffnete sich der Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. 17 Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.
«Salve Regina - Gregorian Chants» © Mit freundlicher Genehmigung Juliano Ravanello
«Undefended Heart» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
(Schauplatz gestalten)
Ruhig fließt das Wasser des Jordan durch die karge Landschaft. Johannes der Täufer, eine hagere Gestalt mit entschiedenen Gesichtszügen und bekleidet mit einem Kamelhaargewand, steht knietief im Wasser. Einige Menschen stehen am Ufer und möchten sich von ihm taufen lassen – als Zeichen der Umkehr und Buße. Auch Jesus, noch unbekannt, steht am Ufer und bewegt sich entschlossenen Schrittes zum Wasser.
Johannes entdeckt ihn, wird unruhig: “Ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir?” – Jesus antwortet ruhig und entwaffnend: “Lass es zu!” – Die Wolken am Himmel verziehen sich und die Szene ist in warmes Licht gehüllt.
(Reflexionsfrage 1)
Johannes hat klare Vorstellungen – von sich selbst, von Jesus. Jesus durchbricht diese mit einem einfachen Satz.
Welche Vorstellungen und Erwartungen muss ich vielleicht lassen?
(Reflexionsfrage 2)
"Dies ist mein geliebter Sohn” – in der Taufe spricht Gott zu jedem Menschen: Du bist mein lieber Sohn, meine liebe Tochter, mein liebes Kind. Ich lasse mich ansprechen von Gott als sein geliebtes Kind.
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf Johannes, der sich einlässt auf Jesus.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.