







21 Jesus und seine Jünger kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte. 22 Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. 23 In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: 24 Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. 25 Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! 26 Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. 27 Da erschraken alle und einer fragte den andern: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. 28 Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
«Chanting in the Language of Christ» © Mail vom 09.09.2024 Seraphim Bit-Kharibi
«Sancta Camisia» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Taizé instrumental 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Es ist Sabbat. Einige Gelehrte und Interessierte haben sich in der Synagoge versammelt. Ich höre ihre Reden, nehme das aufmerksame Hören, aber auch manche Irritation wahr – Jesus spricht und er spricht anders als die anderen. Ich stelle mir vor, wie er auftritt, wie seine Stimme und seine Präsenz den Raum erfüllen.
Die gesammelte und dichte Stimmung wird durch lautes Schreien jäh durchbrochen: Ein Mann brüllt: “Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth?” Erschrockene, verängstigte Blicke in der Runde und ein in sich ruhender Jesus, der mit fester Stimme spricht: “Verstumme und fahr aus von ihm.” Ich sehe, wie der Mann sich ruckartig hin und her bewegt, Laute von sich gibt und dann plötzlich ruhig und friedlich auf dem Boden sitzt.
Mit den Menschen in der Synagoge bin ich erstaunt und sprachlos.
(Reflexionsfrage 1)
Womit erstaunt Jesus mich? Welches Wort von ihm trifft mich besonders?
(Reflexionsfrage 2)
Kenne ich Stimmen in mir oder in meinem Umfeld, die versuchen, mich von Jesus wegzubringen?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Reaktionen der Menschen auf Jesu Wort und Tat.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.