







29 Am Tag darauf sah Johannes, der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! 30 Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. 31 Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird. 32 Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. 33 Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. 34 Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist der Sohn Gottes.
«Margaret Rizza, Complete Chants, Vol. 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Margaret Rizza
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Vor meinem inneren Auge baue ich den Schauplatz des Evangeliums auf. Ich stehe auf einer weiten Fläche. Eine leichte Brise streicht mir durchs Haar. Es ist still, obwohl viele Menschen da sind. Sie sitzen in kleinen Gruppen beieinander. Sie sind verbunden in der Stille. Hinter mir höre ich den Fluss, den Jordan, gluckern. Neben mir steht Johannes. Ich spüre seine Präsenz, seine Kraft. Leise und doch deutlich höre ich ihn sagen: “Seht, das Lamm Gottes.” - und sehe einen Mann auf uns zukommen, der Johannes ähnelt, und doch etwas anderes, ganz neues, in seinem Blick trägt.
(Reflexionsfrage 1)
Ich erinnere mich an einen Moment in meinem Leben, in dem ich glaubhaft an Jesus verwiesen wurde. Welche Person, welcher Umstand waren dabei bedeutsam? Was bedeutet mir der Moment heute?
(Reflexionsfrage 2)
Ich erinnere mich an eine Begegnung mit Jesus, mit seinem Wort, mit seinem Blick. Welches Gefühl wird dabei in mir wach?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf Johannes’ Gewissheit, die aus der Tiefe seines Herzens spricht: “Ich habe gesehen und bezeugt, dieser ist der Sohn Gottes.”
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.