






1 Als Jesus wieder in die Synagoge ging, war dort ein Mann mit einer verdorrten Hand. 2 Und sie gaben Acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. 3 Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! 4 Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt - Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen. 5 Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus und seine Hand wurde wiederhergestellt. 6 Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.
«Officium Divinum» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Undefended Heart» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
In meiner Vorstellung entsteht ein weiter, hoher Raum. Es ist ein heiliger Raum, von dessen Wänden Gebete und Bitten von unzähligen Betenden widerhallen. In der Mitte des Raumes steht eine Person. Verloren, allein. Sie hält ihre Hand verborgen unter ihrem Mantel. Sie schaut sich unsicher um. Schemenhaft nehme ich Gestalten um sie her wahr. Die ganze Aufmerksamkeit ist auf eine weitere Person gerichtet, die in diesem Moment aus dem Schatten hervortritt. Ein Raunen, ein Zischen geht durch die Menge. Dann Schweigen. Die zweite Person geht weiter – unbeeindruckt – auf den Menschen in seiner Verlorenheit zu, und nimmt dessen Hand. Und heilt sie.
(Reflexionsfrage 1)
Was ist verdorrt in meinem Leben. Was halte ich verborgen unter meinem Mantel? Was beschämt mich, macht mich unsicher oder einsam.
(Reflexionsfrage 2)
Was würde passieren, wenn ich Jesus diese verdorrte Stelle zeigte. Wer oder was hindert mich daran?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den Schutzraum, der entsteht, wo Jesus dem Menschen in seiner Schwäche begegnet.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.