







22 Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten über Jesus: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus. 23 Da rief Jesus sie zu sich und belehrte sie in Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? 24 Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. 25 Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. 26 Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und gespalten ist, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. 27 Es kann aber auch keiner in das Haus des Starken eindringen und ihm den Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern. 28 Amen, ich sage euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen; 29 wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften. 30 Sie hatten nämlich gesagt: Er hat einen unreinen Geist.
«Harpa Dei» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Taizé instrumental 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Jesus ist beliebt. Er zieht Scharen von Menschen an, die ihn sehen, hören und berühren wollen. So weiß es das Markusevangelium zu berichten, bevor die Jerusalemer Schriftgelehrten ihr Urteil fällen, Jesus sei mit dem Satan, mit Beelzebul im Bund. Die Dämonenaustreibungen Jesu, ein billiger Trick, der nur funktioniere, weil Jesus und der Teufel sich abgesprochen haben. Ein gezielter Show-Effekt, um die Menschen auf die falsche Seite, auf die Seite des Bösen zu ziehen! Jesus ein Lügenbaron! Jesus bewahrt die Ruhe, seine Gegenrede Jesu lässt sich mit dem Sprichwort: “Lügen haben kurze Beine!”, zusammenfassen. Er weiß um seine Qualität und verspricht allen, die ihm nachfolgen, Verlässlichkeit. Er ist kein Trickbetrüger, auf ihn und auf Gott, in dessen Namen er handelt, ist Verlass, seine Zusagen haben Bestand, sind tragfähiger Boden! Vielleicht ist das die Sünde gegen den Heiligen Geist, Gottes Verlässlichkeit, seine Güte immer wieder erfahren zu haben und ihm doch zu unterstellen, er führe Böses im Schilde?! Die Sünde gegen den Heiligen Geist: Gegen, wider alle Erfahrung Gott Unterstellungen zu machen, er meine es nicht gut mit mir.
(Reflexionsfrage 1)
Jesus vergewissert mir, Gott führt nichts Böses im Schilde, er ist Güte. Ich nehme mir Zeit, um die Vergewisserung Jesu, Gott ist Güte, in meinem Inneren ankommen zu lassen. Ich spüre nach, welche Wirkung die von Jesus zugesicherte Klarheit in mir hat: Gott ist Güte, er will mir nur Gutes!
(Reflexionsfrage 2)
Der Heilige Geist ist Gottes Wirkkraft in der Zeit. Gott rüstet uns mit seinem guten Geist aus und sein Geist bewirkt Gutes in uns: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Welches Wort spricht mich heute, jetzt am meisten an, wenn ich die Aufzählung gleich ein zweites Mal höre? Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Und ich verweile bei diesem Wort.
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf…. Jesus, wie er mit ruhigen, gesetzten Worten die Unterstellung der Schriftgelehrten entkräftet.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.