







31 Da kamen die Mutter Jesu und seine Brüder; sie blieben draußen stehen und ließen ihn herausrufen. 32 Es saßen viele Leute um ihn herum und man sagte zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich.[1] 33 Er erwiderte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? 34 Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. 35 Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
«Fountain of Life» © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Margaret Rizza
«All is Well» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Taizé Instrumental 4» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Ein ausstehendes Familientreffen kann verschiedene Gefühle hervorrufen. Es können sich sowohl Freude als auch Bedenken in uns regen. Wie schön, die anderen wieder zu sehen! Hoffentlich gibt es keinen Streit! Beide Reaktionen sind denkbar.
Ob das Treffen Jesu mit seiner Familie letzten Endes stattfand, verrät das Evangelium nicht. Zunächst lässt Jesus die Seinen im wahrsten Sinne des Wortes vor der Tür stehen! Es ist gut zu erinnern, was einige Abschnitte vorher im Markusevangelium von der Familie Jesu erzählt wurde: "Sie machten sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.” Verständlich, dass Jesus keine Lust auf ein Familientreffen hat!
Wer jetzt meint, Jesus sei kein Familienmensch täuscht sich! Im Gegenteil, er fühlt sich mit allen familiär verbunden, die den Willen Gottes tun! Blut sei dicker als Wasser, sagt ein Sprichwort, das enge, verlässliche Familienbande hervorheben möchte. Für Jesus ist der Glauben, der nach dem Willen Gottes fragt, das Familienband!
(Reflexionsfrage 1)
In der Großfamilie Jesu. Ich gehöre für Jesus dazu, wenn ich nach dem Willen Gottes frage. In jedem gesprochenen Vaterunser drücke ich aus, dass ich das will! “Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.” Ich wiederhole diese Gebetsbitte mehrmals für mich, denn ja, ich will zu dir, ich zu deiner Familie gehören!
(Reflexionsfrage 2)
In der Großfamilie Gottes. Ich habe viele Schwestern und Brüder im Glauben. Gott verbindet uns. Ich gehöre dazu! Dazugehören ist ein schönes Gefühl, ich danke Gott, dass ich zu seiner Familie gehöre.
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf…den Blick Jesu, wie er voll Zuneigung auf seine Zuhörerinnen und Zuhörer schaut, wie er voll Zuneigung und Liebe auf seine neue Familie schaut.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.