







1 Von dort brach Jesus auf und kam in seine Heimatstadt; seine Jünger folgten ihm nach. 2 Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Und was sind das für Machttaten, die durch ihn geschehen? 3 Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm.[1] 4 Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends ist ein Prophet ohne Ansehen außer in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie. 5 Und er konnte dort keine Machttat tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. 6 Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte.
«Josma Rodrigues» © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Josma Rodrigues
«Taizé instrumental 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Ich schließe meine Augen. - Ich achte auf meinen Atem. - Ich mache mir bewusst, dass ich in der Betrachtung Jesus begegnen werde. --- Ich höre dumpfe Stimmen. Durcheinander. Flüstern. Zischen. Geifern und Schreien. Um mich herum sind alle in heller Aufregung. Ich nehme wahr, dass wir sind der Synagoge sind. Es ist Gottesdienst. Wir hörten das Wort Gottes. Dort steht noch dieser Mann im langen Gewand. Tuch über dem Kopf. Ruhe und Kraft strahlen von ihm aus, dass ich meinen Blick nicht von ihm abwenden kann – die Stimmen um mich herum verstummen. --- Jesu Blick trifft mich. Er schaut mich an. Nun spüre ich, wie ihn die vielen Stimmen, das Rufen und Schreien immer mehr die Ruhe und Kraft rauben, ihn auszehren. Eine Brüchigkeit durchzieht seinen Blick. Innerlich bricht er zusammen, sodass sich Wut in ihm breitmacht und ihn scharfe Worte sprechen lässt.
(Reflexionsfrage 1)
Was lässt mich an Jesus skeptisch werden?
(Reflexionsfrage 2)
Wann überfällt mich mein Unglaube?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den maßlosen Ärger der Menschen in der Synagoge.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.