







1 Dann wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel versucht werden. 2 Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. 3 Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird. 4 Er aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. 5 Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel 6 und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er um deinetwillen, / und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, / damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt. 7 Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. 8 Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht 9 und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest. 10 Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen. 11 Darauf ließ der Teufel von ihm ab und siehe, es kamen Engel und dienten ihm.
«Salve Regina - Gregorian Chants» © Mit freundlicher Genehmigung Juliano Ravanello
«All is Well» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich sehe Jesus in der Wüste. Vor meinem inneren Auge kann ich mir die Landschaft mit ihren Bergrücken vorstellen; ich fühle den Wechsel von Hitze am Tag und Kälte in der Nacht, der über vierzig Tage hinweg Jesus zusetzt. Die Einsamkeit kriecht in das Innere.
(Reflexionsfrage 1)
Auf dreifache Weise wird Jesus versucht. Welche Versuchung bewegt mich gerade besonders? Was ist meine Herausforderung im Augenblick?
(Reflexionsfrage 2)
In der Weise wie Jesus den Versuchungen begegnet, zeigt sich, dass für ihn andere Maßstäbe als menschliche Macht gelten. Voll Vertrauen zu Jesus, kann ich mich fragen, wie er mir Kraft gibt. Was mir in meinem Leben Halt gibt.
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die biblischen Zitate, mit denen Jesus dem Versucher begegnet.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.