







28 Ein Schriftgelehrter hatte ihrem Streit zugehört; und da er bemerkt hatte, wie treffend Jesus ihnen antwortete, ging er zu ihm hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? 29 Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. 30 Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft. 31 Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. 32 Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr und es gibt keinen anderen außer ihm 33 und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. 34 Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.
«Bendecid al Senor» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Dmitry Krasnoukhov» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Die Szene aus dem gestrigen Evangelium lasse ich in mir nachklingen. Nach einer Heilung war der Streit entbrannt, ob Jesus vielleicht mit der Macht der Dämonen den Stummen geheilt hatte. Jesus hatte souverän reagiert und damit offenbar Eindruck gemacht.
Ein Schriftgelehrter fasst sich ein Herz, tritt aus der Menge hervor, und fragt nach dem wichtigsten Gebot: Liebe Gott von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst – ich verweile einen Moment beim Blick, mit dem Jesus den Schriftgelehrten liebevoll anschaut und ihm zuspricht: Du bist nicht fern vom Reich Gottes.
(Reflexionsfrage 1)
Welche Frage würde ich gerne Jesus stellen?
(Reflexionsfrage 2)
Wie steht es um meine Liebe zu Gott, zu meinen Nächsten und zu mir? Worauf sollte ich in den nächsten Tagen einen Schwerpunkt legen?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf…die Verbindung, die zwischen dem Schriftgelehrten und Jesus entsteht.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.