







17 Jesus aber entgegnete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt und auch ich wirke. 18 Darum suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen Vater nannte und sich damit Gott gleichmachte. 19 Jesus aber sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht. Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn. 20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut, und noch größere Werke wird er ihm zeigen, sodass ihr staunen werdet. 21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will. 22 Auch richtet der Vater niemanden, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen, 23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen. 25 Amen, amen, ich sage euch: Die Stunde kommt und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle, die sie hören, werden leben. 26 Denn wie der Vater das Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben. 27 Und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. 28 Wundert euch nicht darüber! Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden: Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, werden zum Gericht auferstehen. 30 Von mir selbst aus kann ich nichts tun; ich richte, wie ich es vom Vater höre, und mein Gericht ist gerecht, weil ich nicht meinen Willen suche, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
«Salve Regina - Gregorian Chants» © Mit freundlicher Genehmigung Juliano Ravanello
«Taizé Instrumental 4» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Über den Dächern Jerusalems erhebt sich der Tempel. Vor dessen Toren herrscht Tumult. «Du brichst den Sabbat!» Mit geröteten Gesichtern schreien einige Männer Jesus an. Er erwidert ruhig: «Gott hört niemals auf zu wirken – auch nicht am Sabbat –, sonst würde die Welt nicht bestehen können.» Jesu Gegner sind entsetzt: «Er redet und tut so, als wäre er Gott.»
Doch Jesus lässt sich nicht einschüchtern. Er lebt aus der Verbundenheit mit seinem Vater im Himmel. Die Einheit mit Gott macht Jesus frei, so zu handeln, wie er es für richtig hält.
An Jesus scheiden sich die Geister. Wer an ihn glaubt, ist jetzt schon in das Leben Gottes eingetreten. Wer sich ihm verschließt, dem fehlt dieses Leben.
(Reflexionsfrage 1)
Wie verbunden fühle ich mich mit Gott? Wie stünde ich dem Leben gegenüber, wenn ich mich ganz bei Gott geborgen wüsste?
(Reflexionsfrage 2)
Wenn ich glaube, habe ich schon Anteil am göttlichen Leben: Wie würde ich leben, wenn ich diesen Gedanken ganz ernst nähme?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders darauf, dass Gott und Jesus immer in der Welt wirken – auch hier und jetzt.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.