







1 Danach zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden ihn zu töten suchten. 2 Das Laubhüttenfest der Juden war nahe.
10 Als aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern im Verborgenen.
25 Da sagten einige Leute aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie zu töten suchen? 26 Und doch redet er in aller Öffentlichkeit und man lässt ihn gewähren. Sollten die Oberen wirklich erkannt haben, dass er der Christus ist? 27 Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Christus kommt, weiß niemand, woher er stammt. 28 Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht von mir aus gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, ist wahrhaftig. Ihr kennt ihn nur nicht. 29 Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat. 30 Da suchten sie ihn festzunehmen; doch keiner legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
«Soul's Desire» © Choir of St Sepulchre's London Choir of St Sepulchre's London
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Jerusalem beim Laubhüttenfest: Auf den Flachdächern sind provisorische Behausungen aus Zweigen und Palmwedeln aufgebaut. Pilger strömen durch die Gassen. Im Tempel drängen sich Menschen – und mitten unter ihnen, heimlich angereist: Jesus.
Obwohl sie ihn töten wollen, lehrt er öffentlich. Die Leute tuscheln: «Wir wissen doch, woher er stammt! Aber wenn der Christus kommt, weiß niemand, woher er stammt.» Sie ahnen nicht, wie recht sie haben: Sie kennen nur den Mann aus Nazareth. Woher er wirklich kommt – vom Vater im Himmel –, bleibt ihnen verborgen.
Jesus ruft: «Ihr kennt mich, aber den, der mich sandte, kennt ihr nicht!» Da wollen sie ihn greifen – doch noch ist es nicht so weit.
(Reflexionsfrage 1)
Die Leute meinen viel über Jesus zu wissen. Dabei erfassen sie seinen eigentlichen Ursprung nicht. Wo meinte ich zunächst, viel über einen anderen Menschen zu wissen, und musste mir später eingestehen, dass ich ihn nicht wirklich kannte?
(Reflexionsfrage 2)
Jesus kommt von Gott, so das Evangelium. Kann ich daran glauben, dass Gott sich mir in Jesus zeigt?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Zusage Jesu, dass Gott wahrhaftig ist: Er steht treu zu dem, was er uns Menschen verheißt.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.