







1 Jesus aber ging zum Ölberg. 2 Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es. 3 Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte 4 und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. 5 Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? 6 Mit diesen Worten wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. 8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. 9 Als sie das gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. 10 Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? 11 Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!
«Jubilate» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Taizé Instrumental 3» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich stelle mir den prächtigen Tempel von Jerusalem vor mit seinen Mauern, seinen Höfen und Hallen. Vor meinem inneren Auge sehe ich zahlreichen Menschen, die rein- und rausgehen. An einer Stelle hat sich um einen Mann eine Menge gebildet, die aufmerksam auf seine Worte hört. Einige Pharisäer und Schriftgelehrte drängen zu dieser Menge hin. Sie halten dabei eine Frau fest. Angst in ihrem Gesicht.
(Reflexionsfrage 1)
Die Schriftgelehrten sind Männer mit religiöser Autorität. Sie sprechen über die Frau das Todesurteil. Kenne ich das Gefühl, für etwas verurteilt zu werden?
(Reflexionsfrage 2)
Zur Enttäuschung der Schriftgelehrten verurteilt Jesus die Frau nicht. Nein – er entwaffnet sie mit ihren eigenen Mitteln. Wie gehe ich mit der Schuld anderer um im Angesicht meiner eigenen Fehler?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Reaktion Jesu auf die Forderung der Schriftgelehrten.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.