







1 Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung. 2 Es fand ein Mahl statt und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn auszuliefern. 3 Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, 4 stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. 5 Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. 6 Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen? 7 Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen. 8 Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. 9 Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt. 10 Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle.[1] 11 Er wusste nämlich, wer ihn ausliefern würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. 12 Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? 13 Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. 14 Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. 15 Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.
«Resurrexit» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Sancta Camisia» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich höre, wie Wasser aus einem Krug in eine Schüssel fließt. Jesus, mit einem Leinentuch umgürtet, greift nach einem Fuß eines Jüngers, der mit der Situation etwas überfordert scheint. Der Fuß ist dreckig vom Staub der Straße. Die Falten erzählen von den vielen Kilometern, die dieser Fuß – gemeinsam mit Jesus und den Jüngern - zurückgelegt hat.
Mit Aufmerksamkeit für diesen einen Jünger und mit Zärtlichkeit wäscht Jesus den Fuß mit dem Wasser aus der Schale. Er blickt den Jünger liebevoll an. Viel haben sie gemeinsam erlebt, der gemeinsame Weg wird erinnert. Wie fühlte es sich an, wenn Jesus auch meinen Fuß wäscht? Welche Erinnerungen und Bilder an meinen Weg mit ihm, werden wach?
(Reflexionsfrage 1)
Simon Petrus ist von der Geste der Fußwaschung zunächst völlig überfordert und befremdet. Wie ergeht es mir mit dieser Geste Jesu?
(Reflexionsfrage 2)
Am Tag des Letzten Abendmahls stellt der Evangelist Johannes die Zeichenhandlung der Fußwaschung in den Mittelpunkt: Ein Beispiel der Liebe. Wie gelingt es mir, Liebe und meinen Glauben konkret werden zu lassen?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Gefühle Petri.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.