







1 Nach diesen Worten ging Jesus mit seinen Jüngern hinaus, auf die andere Seite des Baches Kidron. Dort war ein Garten; in den ging er mit seinen Jüngern hinein. 2 Auch Judas, der ihn auslieferte, kannte den Ort, weil Jesus dort oft mit seinen Jüngern zusammengekommen war. 3 Judas holte die Soldaten und die Gerichtsdiener der Hohepriester und der Pharisäer und kam dorthin mit Fackeln, Laternen und Waffen. 4 Jesus, der alles wusste, was mit ihm geschehen sollte, ging hinaus und fragte sie: Wen sucht ihr? 5 Sie antworteten ihm: Jesus von Nazaret. Er sagte zu ihnen: Ich bin es. Auch Judas, der ihn auslieferte, stand bei ihnen. 6 Als er zu ihnen sagte: Ich bin es!, wichen sie zurück und stürzten zu Boden. 7 Er fragte sie noch einmal: Wen sucht ihr? Sie sagten: Jesus von Nazaret. 8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr also mich sucht, dann lasst diese gehen! 9 So sollte sich das Wort erfüllen, das er gesagt hatte: Ich habe keinen von denen verloren, die du mir gegeben hast. 10 Simon Petrus, der ein Schwert bei sich hatte, zog es, traf damit den Diener des Hohepriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Diener aber hieß Malchus. 11 Da sagte Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Der Kelch, den mir der Vater gegeben hat - soll ich ihn nicht trinken? 12 Die Soldaten, der Hauptmann und die Gerichtsdiener der Juden nahmen Jesus fest, fesselten ihn 13 und führten ihn zuerst zu Hannas; er war nämlich der Schwiegervater des Kajaphas, der in jenem Jahr Hohepriester war. 14 Kajaphas aber war es, der den Juden den Rat gegeben hatte: Es ist besser, dass ein einziger Mensch für das Volk stirbt.
«Sancta Camisia» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Taizé Instrumental 4» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Mit seinen Jüngern zieht sich Jesus an diesem Abend in einen Garten zurück. Es ist bereits dunkel, aber ich sehe die Anlage des Gartens mit den Pflanzen, Steinen und einem kleinen Wasserlauf vor meinem geistigen Auge. Es ist ruhig hier im Garten. Oft waren Jesus und seine Jünger hier an diesem Ort. Aus der Ferne sind Geräusche zu hören. Eine Gruppen Männer nährt sich dem Garten, sie sprechen laut miteinander, tragen Fackeln und Laternen. Das Eisen ihrer Waffen klirrt. Es sind Soldaten und Gerichtsdiener, angeführt von Judas. “Wen sucht ihr” fragt Jesus die Männer – “Jesus von Nazareth”. Auf seine Antwort “Ich bin es” stürzen die Männer zu Boden. Die Stimmung ist erfüllt von Anspannung, Angst und dem Willen zur Verteidigung. Nur Jesus ist ganz ruhig, als er festgenommen wird.
(Reflexionsfrage 1)
Petrus haut dem Diener Malchus ein Ohr ab – Jesus aber bleibt bei seinem Pfad der Gewaltlosigkeit. Ich lasse mich von Jesu unbewaffneter und entwaffnender Art prägen.
(Reflexionsfrage 2)
"Ich habe keinen von denen verloren, die du mir gegeben hast.” Was hilft mir auch in schweren Stunden bei Jesus zu bleiben?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Frage “Wen sucht ihr”
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.