







52 Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? 53 Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. 54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. 55 Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. 56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. 57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. 59 Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.
«Soul's Desire» © Choir of St Sepulchre's London Choir of St Sepulchre's London
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich sitze an einem offenen Feuer. Das Holz knackt leise, manchmal sprühen kleine Funken auf. Vor mir liegt Brot auf den warmen Steinen. Ich rieche den Duft – warm, erdig, fast tröstlich.
Es ist Abend. Alles ist ruhiger geworden. Der Tag hat sich gelegt, auch meine Gedanken werden langsamer.
Jesus ist da. Nicht aufdringlich. Er sitzt einfach neben mir. Ich spüre seine Nähe mehr, als dass ich sie sehe.
Er nimmt das Brot, bricht es, reicht es mir. Eine einfache Geste. Und doch ist darin etwas sehr Zärtliches, sehr Persönliches: Du bist gemeint. Du darfst da sein.
Du wirst getragen.
Und während ich esse, wird mir bewusst: Vielleicht ist „Bleiben“ nichts Theoretisches.
Vielleicht heißt es einfach: Hier sein dürfen. Verbunden sein. Nicht allein.
(Reflexionsfrage 1)
Was in meinem Leben ist wie dieses Brot – etwas, das mich wirklich nährt und mir Kraft gibt, auch wenn es nach außen hin ganz unscheinbar wirkt?
(Reflexionsfrage 2)
Wo erlebe ich im Alltag eine solche stille Verbundenheit – einen Ort, einen Menschen, eine Erfahrung, bei der ich mich gehalten und getragen fühle?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf diese ruhige Einladung Jesu: in ihm zu bleiben – als ein Bleiben in Vertrauen, Nähe und Leben.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.