







21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. 22 Judas - nicht der Iskariot - fragte ihn: Herr, wie kommt es, dass du dich nur uns offenbaren willst und nicht der Welt? 23 Jesus antwortete ihm: Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen. 24 Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. 25 Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. 26 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
«Margaret Rizza, Complete Chants, Vol. 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Margaret Rizza
«Sancta Camisia» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Sancta Camisia» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
(Schauplatz gestalten)
Das kurze Gespräch zwischen Jesus und einem Jünger findet vor dem Leiden, vor der Passion Jesu im Abendmahlsaal statt. Es ist aus den sog. Abschiedsreden Jesu. Bei einem bewussten Abschied überlegt man genau, was noch zu sagen ist? Die Frage des Jüngers, weshalb sich Jesus nur ihnen und nicht der ganzen Welt offenbart, gibt Jesus die Gelegenheit, etwas Wichtiges klarzustellen: Es geht nicht um die Zahl der Anhänger. Gott will kein Heer von “Pflichterfüllenden”, er will Liebende!
(Reflexionsfrage 1)
Wie erlebe ich meinen Glauben: Ist er treue Pflichterfüllung eines Regelwerkes oder Antwort auf erfahrene Liebe? Hat sich mir Gott schon als Liebe geoffenbart, auf die ich antworten möchte? Gott, ein Liebender, der Liebende gewinnen möchte. Ich verweile bei diesem Gedanken, bei diesem Gottesbild Jesu.
(Reflexionsfrage 2)
Liebende wollen beieinander sein. Jesus sagt: “Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen.” Liebe, das wichtigste Wort für Jesus und der Schlüssel für eine Wohngemeinschaft mit Gott! Ich bitte Gott, heute diesen Schlüssel möglichst oft benutzen zu dürfen.
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Zusage Jesu am Schluss des Textes, dass Gott mir einen Beistand senden will, der mich alles lehren und an alles erinnern wird.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.