







1 Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. 2 Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. 3 Ihr seid schon rein kraft des Wortes, das ich zu euch gesagt habe. 4 Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so auch ihr, wenn ihr nicht in mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. 6 Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen. 7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. 8 Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.
«Christe Lux Mundi» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«All is Well» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
(Schauplatz gestalten)
Ein schönes Bild: Gott, der Winzer, Jesus, der Weinstock, wir die Reben. Ich stelle mir einen Weinberg zur Zeit der Weinlese vor: Bunte Weinblätter, am blauen Himmel eine milde Herbstsonne. Alles ist bereit, man wünscht dem Winzer eine gute Ernte! Ich lasse das Bild auf mich wirken, schließe die Augen, spüre die Sonne und atme entspannt die Herbstluft ein.
(Reflexionsfrage 1)
Der Weinstock, Jesus lässt ihn zum Bild für Gottverbundenheit, für unser Glaubensleben werden. Das Ergebnis zählt: Am Ende soll Wein kredenzt werden, nicht Essig! Wein, er darf auf keinem Fest fehlen, er ist Ausdruck der Freude! Jesus wünscht mir ein Glaubensfest. Wo spüre ich die Freude des Glaubens in mir? Was erfreut mich an meinem Glauben, an meiner Gottverbundenheit?
(Reflexionsfrage 2)
Weinbau ist eine anspruchsvolle Kulturleistung. Es braucht Einsatz und Pflege, Wildwuchs muss sorgsam und regelmäßig entfernt werden, dass der Weinstock den gewünschten Ertrag erbringen kann. Der Schnitt des Winzers ist nicht zu fürchten, er reinigt, er kultiviert. Ich vertraue mich der Erfahrung des Winzers an und gebe ihm die Erlaubnis zum Schnitt. Wo wünsche ich mir Reinigung, was hemmt mein inneres Wachstum? Aber wichtig ist allein, zum Fest des Glaubens zu finden!
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den letzten Satz, der mir Mut macht: “Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt.”
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.