







1 Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise.
15 Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer! 16 Zum zweiten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! 17 Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Liebst du mich? Er gab ihm zur Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! 18 Amen, amen, ich sage dir: Als du jünger warst, hast du dich selbst gegürtet und gingst, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst. 19 Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir nach!
«Laudamus Te» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Taizé Instrumental 1» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Sancta Camisia» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
(Schauplatz gestalten)
Warmes Morgenlicht erstrahl am See von Tiberias. Am Ufer glüht noch ein kleines Feuer, über dem ein paar Fische gebraten werden. Ich nehme die Morgenluft wahr, rieche den Rauch und den Fisch. Eine kleine Gruppe Männer ist am Ufer versammelt. Etwas abseits vom Feuer stehen Simon Petrus und Jesus – er ist in ein besonderes Licht gehüllt, die Wunden an seinen Händen sind sichtbar, aber wirken verwandelt. Der Auferstandene spricht zu Simon. Drei Mal fragt er ihn – “Liebst du mich?” Die dreifache Frage weckt in Petrus die Erinnerung an die dunklen Stunden, in denen er sich von Jesus losgesagt hatte. Er wirkt niedergeschlagen, aber der Blick Jesu ist voller Güte und Liebe: “Weide meine Schafe!” spricht er ihm zu.
(Reflexionsfrage 1)
Wie leicht fällt es mir, Jesus auf die Frage “Hast du mich lieb” zu antworten?
(Reflexionsfrage 2)
Die Auferstehung verklärt die Wunden, erhellt die Dunkelheit unserer Schwachheit. Was möchte ich in das Licht des Auferstandenen anschauen?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf…den Auftrag, den Petrus erhält.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.