







17 Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? 18 Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer der eine Gott. 19 Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter! 20 Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. 21 Da sah ihn Jesus an, gewann ihn lieb und sagte: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib es den Armen und du wirst einen Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! 22 Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. 23 Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! 24 Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! 25 Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. 26 Sie aber gerieten über alle Maßen außer sich vor Schrecken und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden? 27 Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.
«Salve Regina - Gregorian Chants» © Mit freundlicher Genehmigung Juliano Ravanello
«All is Well» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Taizé instrumental 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Ich vergegenwärtige mir die Begegnung des jungen Mannes mit Jesus. Jesus steht, der Mann kniet vor ihm. Er ist zu Jesus gelaufen voll Eifer und Sehnsucht, voll Ahnung, dass da noch mehr ist. Und er weiß, dieser Jesus ist der Kompass zu diesem Mehr, zum ewigen Leben. Dann wechselt die Szene – der junge Mann zögert, senkt den Kopf, steht schweigend auf und geht weg. Das, was Jesus ihm gesagt hat, war heute und hier zu schmerzhaft.
(Reflexionsfrage 1)
"Denn der Mann hatte ein großes Vermögen.” - Was ist mein Vermögen? Was ist mein Reichtum? Welche Güter, Beziehungen, Fähigkeiten sind mir besonders wichtig.
(Reflexionsfrage 2)
"Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb.” - Aus Liebe wendet sich Jesus seinem Gegenüber zu, und fordert das Maximum von ihm. Aus Liebe fordert Jesus unserer Freiheit. Wo wünsche ich mir freier zu sein, mit dem, was mir wertvoll ist.
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die liebende Aufmerksamkeit Jesus, die sieht, wen er da vor sich hat und was dieser Mensch wirklich zum Leben braucht.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.