







46 Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß am Weg ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. 47 Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! 48 Viele befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! 49 Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. 50 Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. 51 Und Jesus fragte ihn: Was willst du, dass ich dir tue? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte sehen können.[2] 52 Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dich gerettet. Im gleichen Augenblick konnte er sehen und er folgte Jesus auf seinem Weg nach.
«Christe Lux Mundi» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Taizé Instrumental 3» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Instrumental» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Ich vergegenwärtige mir die Szene: Da ist ein Menschenmenge, freudig und nervös um Jesus geschart, da ist Jesus selbst, der ganz aufmerksam und gleichzeitig bei sich ist mitten in der Menge und da sind seine Jünger, die versuchen, das Geschehen zu koordinieren. Und dann, am Wegrand, sitzt da eine einsame Gestalt in einen Mantel gehüllt. Sie reckt den Kopf nach vorn und ruft aus ganzer Kehle. Ich suche mir die Position in der Szene, die mir heute am nächsten ist: aufgeregt in der Menge, schreiend am Wegrand, beschäftigt mit der Koordination des Geschehens oder ganz nah bei Jesus, mit ihm aufmerksam hineinhörend in das Geschehen.
(Reflexionsfrage 1)
Ich begebe mich ganz in diese Position, nehme die Szene noch einmal daraus wahr. Welche Gefühle und Gedanken steigen in mir auf?
(Reflexionsfrage 2)
Ich lasse mich noch etwas mehr in das Geschehen fallen. Welche Geste, welches Wort, was an dem Geschehen um mich herum berührt, bewegt mich.
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf Jesus Aufforderung: Ruft ihn her. Lasst ihn zu mir kommen, mit dem was ihn heute bewegt.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.