







51 Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. 52 Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? 53 Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. 54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. 55 Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. 56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. 57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.
«Harpa Dei» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Taizé Instrumental 4» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Ich sitze etwas abseits, im Schatten einer Mauer, und höre zu. Jesus spricht vom Himmel – und vom Essen. „Ich bin das lebendige Brot“, sagt er. Ein Satz, der zugleich vertraut und doch fremd klingt. Die Menschen um mich herum runzeln die Stirn. Brot kennen sie. Es liegt täglich in ihren Händen. Aber ein Brot, das Leben schenkt – mehr als nur für heute?
Ich beobachte, wie seine Worte tiefer gehen, beinahe körperlich werden: sein Fleisch essen, sein Blut trinken, bleiben. Es ist, als wolle er nicht nur gehört, sondern leiblich aufgenommen werden. Jesus möchte nicht bewundert werden, er möchte Nähe. - Ein Murmeln geht durch die Menge. Manche wenden sich innerlich ab. Zu unverständlich und drastisch ist diese Bildsprache für sie. Und doch bleibt bei vielen etwas, das nachklingt. Eine Einladung, die über den Hunger des Magens hinausreicht. Ich spüre: Hier geht es um ein Leben, das sich teilen lässt – wie Brot. Und das gerade darin nicht weniger, sondern mehr wird.
(Reflexionsfrage 1)
Wo habe ich in meinem Leben Sehnsucht nach mehr Lebendigkeit, Tiefe oder Resonanz in Beziehungen?
(Reflexionsfrage 2)
Was könnte mir helfen, dieser Sehnsucht heute in einem kleinen Schritt mehr Raum zu schenken?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Bereitschaft Jesu, sich uns ganz zu schenken, damit wir erfüllt leben können.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.