







14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. 15 Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. 16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt.
18 Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. 19 Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. 20 Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten.
«Ubi Caritas» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Sancta Camisia» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich lasse diese Worte langsam auf mich wirken. „Ihr seid meine Freunde.“ Das klingt zuerst wie eine Auszeichnung: Freundschaft statt Knechtschaft – ein Wissen, das geteilt wird, kein blindes Folgen. Und doch ist da diese Bedingung: „wenn ihr tut, was ich euch auftrage“. Freundschaft, die nicht nur Gefühl ist, sondern Weggemeinschaft. Ich frage mich, wie sich das anfühlt – erwählt zu sein, nicht zufällig, sondern gewollt. „Nicht ihr habt mich erwählt.“ Das nimmt mir die Illusion der eigenen Größe. Es beginnt nicht mit meiner Entscheidung, sondern mit Jesu Blick auf mich.
Freundschaft mit ihm bedeutet offenbar auch, seine Erfahrungen zu teilen. Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Kein Triumph, sondern Treue.
Es bleibt ein heller Ton: Frucht, die bleibt. Etwas, das Bestand hat über Widerstände hinaus.
Ich höre diese Sätze wie eine Einladung mit offenen Augen – geliebt, erwählt, gesandt. Nicht geschützt vor Gegenwind, aber gehalten in einer Freundschaft, die trägt.
(Reflexionsfrage 1)
Was macht Freundschaft für mich aus? Was ist mir wichtig?
(Reflexionsfrage 2)
Wo ist meine Freundschaft schon einmal auf die Probe gestellt worden und wo habe ich bereits Hindernisse überwunden? Wie hat sich das angefühlt?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Einladung Jesu, in eine echte treue Freundschaft einzutreten, die durch das ganze Leben tragen kann.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.