







20 Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. 21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. 22 Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. 23 Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe! 25 Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist! Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen. 26 Amen, ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.
«Fountain of Life» © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Margaret Rizza
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Taizé Instrumental (T701)» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Ich sehe zwei Personen auf einer Straße gehen. Sie scheinen es eilig zu haben. Sie gehen gleich schnell, beide scheinen das gleiche örtliche Ziel zu haben. Trotzdem wirken sie an einem Kontakt untereinander nicht interessiert, es scheint eher, als würden sie einander ignorieren wollen. Da bleibt auf einmal die eine Person stehen. Ich höre sie den Namen der anderen Person rufen. Da dreht diese sich um. Ihr Gesicht wirkt angespannt, verschlossen. Ich sehe, wie die beiden Personen einander anschauen. Schließlich gehen sie langsam aufeinander zu. Sie beginnen miteinander zu sprechen. Ich sehe ihre Körperhaltung, ihren Abstand zueinander, ihre Gesten.
Ich höre Jesu Stimme. Jesus sagt: Geh, versöhne dich mit deinem Bruder! Zögere nicht, schließ Frieden mit deinem Mitmenschen!
(Reflexionsfrage 1)
Kann ich Jesu Worte als Zusage hören: „Seid gerecht, seid friedfertig, dann werdet ihr das Reich Gottes erfahren“?
(Reflexionsfrage 2)
Erinnere ich mich an eine Erfahrung von Versöhnung? Was hat es mich gekostet, auf die andere Person zuzugehen?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf Jesu Vertrauen, dass Gerechtigkeit, Versöhnung und Frieden uns nahe sind.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.