







1 Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. 2 Wenn du Almosen gibst, posaune es nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden! Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. 3 Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, 4 damit dein Almosen im Verborgenen bleibt; und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. 5 Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler! Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. 6 Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer, schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
16 Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. 17 Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, 18 damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
«Laudate omnes gentes» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich vergegenwärtige mir meine stille Kammer – der Raum, in dem ich mich gerade befinde oder der Raum, in den ich mich zurückziehen kann, zu dem ich die Tür schließen kann, für einige Momente allein mit Gott. Ich betrachte diesen Raum, seine Größe, das Licht darin, die Einrichtung, den Platz an dem ich jetzt vielleicht gerade sitze. Ganz bewusst nehme ich wahr, dass ich allein bin, mit Gott. Niemand mich hier sieht, niemand mich prüft, niemand mir in mein Gebet folgt. Ich lausche der Stille.
(Reflexionsfrage 1)
Traue ich dem Gebet in der Stille? Traue ich diesem Beten zu, mein Leben zu verwandeln?
(Reflexionsfrage 2)
Traue ich Gottes Gegenwart in meiner Einsamkeit? Traue ich diesem Immanuel, Gott mit mir.
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Einfachheit der Gesten, des Betens, das Jesus beschreibt.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.