







37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. 38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert. 39 Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
40 Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. 41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. 42 Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist - Amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.
«Laudamus Te» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Taizé instrumental 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Die Worte fallen nicht weich. Jesus spricht von Vater, Mutter, Sohn, Tochter — also von allem, was trägt und zugleich festhalten kann. Gerade dort wird es ernst: wenn Liebe nicht mehr freigibt, sondern bindet. Dann fällt das Wort vom Kreuz. Für die Menschen damals kein Symbol, sondern ein Werkzeug der Besatzer, ein Zeichen von Schande, Gewalt und Preisgabe. Nachfolge ist hier kein frommer Zusatz, sondern ein Weg, der etwas kostet. Und fast verstörend endet alles bei einem Becher frischen Wassers. Als wollte Jesus sagen: Das Große bewährt sich nicht zuerst im Außergewöhnlichen, sondern in der kleinen Geste, die den anderen nicht übersieht.
(Reflexionsfrage 1)
Wo lebe ich mehr aus dem, was von mir erwartet wird, als aus dem, was ich innerlich als wahr erkenne?
(Reflexionsfrage 2)
Welche kleine Handlung könnte heute mehr von mir sagen als viele Worte?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte darauf, wie diese große und harte Rede zuletzt in einer einfachen Geste ankommt: in einem Becher frischen Wassers.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.