







23 Er stieg in das Boot und seine Jünger folgten ihm nach. 24 Und siehe, es erhob sich auf dem See ein gewaltiger Sturm, sodass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief. 25 Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde! 26 Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein. 27 Die Menschen aber staunten und sagten: Was für einer ist dieser, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?
«Bendecid al Senor» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Das Boot ist klein. Feuchtigkeit im Holz, Salz an den Händen. Erst liegt der See ruhig, dann dreht der Wind, Wasser schlägt härter gegen die Bordwand. Stimmen werden lauter. Und mitten darin schläft Jesus. Die Bedrohung ist real; die Jünger glauben, unterzugehen. Noch bevor der Sturm schweigt, steht die Frage im Raum: Warum habt ihr solche Angst? Dann der nackte Ruf: Herr, rette uns. Mehr gibt es nicht zu sagen. Schließlich tritt Stille ein. Der See wird ruhig. Doch das Entscheidende beginnt früher: dort, wo Angst nicht mehr das Letzte bleibt.
(Reflexionsfrage 1)
Wo in meinem Leben fühlt sich etwas gerade bedrohlicher an, als ich nach außen zeige?
(Reflexionsfrage 2)
Was könnte es heißen, dass die Angst real ist — und doch nicht das Letzte behält?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte darauf, wie aus dem Schrei der Angst am Ende Staunen wird.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.