







28 Als Jesus an das andere Ufer kam, in das Gebiet der Gadarener, liefen ihm aus den Grabhöhlen zwei Besessene entgegen. Sie waren so gefährlich, dass niemand auf jenem Weg entlanggehen konnte. 29 Und siehe, sie schrien: Was haben wir mit dir zu tun, Sohn Gottes? Bist du hierhergekommen, um uns vor der Zeit zu quälen? 30 In einiger Entfernung weidete eine große Schweineherde. 31 Da baten ihn die Dämonen: Wenn du uns austreibst, dann schick uns in die Schweineherde! 32 Und er sagte zu ihnen: Weg mit euch! Die aber fuhren aus und in die Schweine hinein. Und siehe, die ganze Herde stürmte den Abhang hinab in den See und kam in den Fluten um. 33 Die Hirten aber flohen, liefen in die Stadt und erzählten alles, auch das, was mit den Besessenen geschehen war. 34 Und siehe, die ganze Stadt zog hinaus, um Jesus zu begegnen; als sie ihn sahen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.
«Ubi Caritas» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Undefended Heart» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Das Ufer ist rau: Stein, kahle Hänge, dunkle Höhlen. Noch bevor man jemanden sieht, hört man Schreie. Dann treten die Männer hervor — zerrissen, als wäre ihnen das eigene Leben fremd geworden. Jesus weicht nicht zurück. Gerade darin beginnt Heilung: dass das Verstörende nicht fortgeschickt wird. In einiger Entfernung weidet eine Schweineherde. Das Dunkle löst sich nicht geräuschlos auf: Unruhe breitet sich aus, Tiere geraten in Panik, die Herde stürzt ins Wasser. Plötzlich ist da nicht nur Befreiung, sondern auch Verlust und Erschrecken. Darum endet das Evangelium nicht mit Dankbarkeit. Die Stadt bittet Jesus zu gehen. Nicht alles, was heilt, wirkt im ersten Moment tröstlich.
(Reflexionsfrage 1)
Wo weiche ich einer Veränderung aus, weil ich nicht absehen kann, was sie mich kosten könnte?
(Reflexionsfrage 2)
Wo erschreckt mich das Fremde oder Größere, weil ich es nicht einordnen und nicht kontrollieren kann?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte darauf, warum die Menschen Jesus am Ende nicht bitten zu bleiben, sondern zu gehen.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.