







24 Thomas, der Didymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.[3] 25 Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. 26 Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! 27 Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28 Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 29 Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
«Ensemble Organum» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«All is Well» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
(Schauplatz gestalten)
Der Raum ist geschlossen. Gedämpfte Stimmen, verschlossene Türen, Luft, die stillsteht. Thomas ist da und bleibt doch innerlich auf Abstand. Hoffnung ist ihm zu zerbrechlich geworden. Er verlangt Berührung. Acht Tage später tritt Jesus ein. Kein Vorwurf. Zuerst Frieden. Und dann bleiben die Wunden sichtbar. Auferstehung glättet nichts. Die Male der Nägel sind da, die geöffnete Seite bleibt. Gerade darin liegt Trost: Das Verwundete fällt nicht aus Gottes Gegenwart heraus. Thomas erkennt ihn an dem, was geblieben ist. Erst dann spricht er: Mein Herr und mein Gott. Ein Satz, der klingt, als finde er in diesem Augenblick erst zu seiner eigenen Wahrheit.
(Reflexionsfrage 1)
Welche Glaubensfrage in mir ist noch offen - und darf dennoch da sein?
(Reflexionsfrage 2)
Wo wünsche ich mir Gewissheit, obwohl Vertrauen vielleicht erst langsam wachsen kann?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte auf den Frieden, mit dem Jesus eintritt, und auf die Wunden, die bleiben.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.