







18 Während Jesus so mit ihnen redete, siehe, da kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, leg ihr deine Hand auf und sie wird leben! 19 Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen Jüngern. 20 Und siehe, eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutfluss litt, trat von hinten heran und berührte den Saum seines Gewandes; 21 denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. 22 Jesus wandte sich um, und als er sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine Tochter, dein Glaube hat dich gerettet! Und von dieser Stunde an war die Frau geheilt. 23 Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und die Menge der klagenden Leute sah, 24 sagte er: Geht hinaus! Das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur. Da lachten sie ihn aus. 25 Als man die Leute hinausgeworfen hatte, trat er ein und fasste das Mädchen an der Hand; da stand es auf. 26 Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend.
«Jubilate» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Instrumental» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Sancta Camisia» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
(Schauplatz gestalten)
Ich habe mich zusammen mit vielen Menschen um Jesus versammelt, um seinen Worten zu lauschen. Da drängt sich zuerst ein Mann vor und fällt vor Jesus nieder, um ihn um etwas zu bitten. In seinem Gesicht erkenne ich sowohl Verzweiflung und Trauer als auch Hoffnung und Erwartung; ein Blick, der sagt: Du, Jesus, bist meine letzte Hoffnung. Und dieser geht auf seine Bitte ein und folgt ihm. Doch gleich danach drängt sich eine Frau vor, die ihre Hände nach dem Gewand Jesu ausstreckt. Auch in ihrem Gesicht erkenne ich eine Mischung aus Verzweiflung und Hoffnung. Es gelingt ihr gerade noch im letzten Moment den Saum von Jesu Gewand mit ihren Fingern zu berühren. Eine so kurze Berührung, dass die meisten es nicht wahrgenommen hätten. Jesus aber ignoriert es nicht, sondern bleibt stehen, wendet sich der Frau zu und spricht zu ihr.
(Reflexionsfrage 1)
Der Mann und die Frau machen sich auf ihre Weise bemerkbar, so dass sich Jesus ihnen zuwendet. In welchen Momenten möchte ich mich vor Gott bemerkbar machen?
(Reflexionsfrage 2)
Der Mann und die Frau wenden sich in aussichtslosen Situationen an Jesus. Kenne ich Momente, in denen Gott meine letzte Hoffnung war?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Spannung zwischen den Leuten im Haus des Synagogenvorstehers und Jesus.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.