







7 Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe! 8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. 9 Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel! 10 Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, ist seines Lohnes wert. 11 Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst. 12 Wenn ihr in ein Haus kommt, dann entbietet ihm den Gruß. 13 Wenn das Haus es wert ist, soll euer Friede bei ihm einkehren. Wenn das Haus es aber nicht wert ist, dann soll euer Friede zu euch zurückkehren. 14 Und wenn man euch nicht aufnimmt und eure Worte nicht hören will, geht weg aus jenem Haus oder aus jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen! 15 Amen, ich sage euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts erträglicher ergehen als dieser Stadt.
«Music of Silence» © Mit freundlicher Genehmigung Juliano Ravanello
«All is Well» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
(Schauplatz gestalten)
In der gestrigen Lesung hat Jesus seine zwölf Jünger berufen. Nun bin ich erneut dabei, wie er ihnen klare Anweisungen gibt. Ich stelle mir vor, wie sie sich in einer Gruppe um ihn versammelt haben und ihm aufmerksam zuhören. Und auch ich lausche auf seine Anweisungen und die Art und Weise, wie Jesus diese ausspricht. Die verliehene Vollmacht ist mit so manchen Beschwerlichkeiten verbunden. Ich achte aufmerksam auf die Gesichter der einzelnen Jünger, als Jesus zu ihnen spricht. Was nehme ich an ihnen wahr? Strahlen die Jünger Freude über die Aufgabe aus? Wirken sie verwirrt oder überfordert? Welche Stimmung herrscht in der Gruppe, als Jesus die Jünger aussendet? Ich versuche mir die Szenerie vor dem inneren Auge vorzustellen.
(Reflexionsfrage 1)
Die Aussendung Jesu ist geprägt von einem absoluten Vertrauen auf Gott, weshalb unterschiedliche Formen der Absicherung verboten sind. Kenne ich Situationen, in denen ich ebenfalls allein auf Gott vertrauen konnte? Oder bin ich ein Mensch, der sich gerne absichert?
(Reflexionsfrage 2)
Jesus spricht an, dass man als Jüngerin oder Jünger auch Ablehnung erfahren kann. Wie gehe ich damit um, wenn ich Ablehnung erfahre?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Haltung, die man einnehmen soll, wenn man von anderen abgelehnt wird.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.