







16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben! 17 Nehmt euch aber vor den Menschen in Acht! Denn sie werden euch an die Gerichte ausliefern und in ihren Synagogen auspeitschen. 18 Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und Könige geführt werden, ihnen und den Heiden zum Zeugnis. 19 Wenn sie euch aber ausliefern, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt. 20 Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden. 21 Der Bruder wird den Bruder dem Tod ausliefern und der Vater das Kind und Kinder werden sich gegen die Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken. 22 Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet. 23 Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht in eine andere. Denn, amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels, bis der Menschensohn kommt.
«Christe Lux Mundi» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Taizé Instrumental 4» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Taizé instrumental 2» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
(Schauplatz gestalten)
Erneut stehe ich bei der Gruppe der Jünger Jesu und darf dabei sein, als er ihnen Anweisungen gibt. Und ich achte auf die Stimme Jesu, welche nun einen spürbar ernsten Ton einnimmt. Verkündigung ist nicht nur mit äußerlichen Beschwerlichkeiten und Ablehnung verbunden, sondern kann auch Gewalt, Verfolgung und Tod mit sich bringen. Ich stelle mir vor, wie Jesus den Jüngern in aller Nüchternheit davon berichtet und achte dabei besonders auf die Reaktionen der zwölf Männer. Ich achte darauf, wie sich die Stimmung in der Gruppe verändert, die zu Beginn der Rede noch Vollmachten erhalten hat, jetzt aber mit Ankündigungen von Leid und Bedrängnis konfrontiert wird. Und ich achte darauf, wie ich selbst die Worte Jesu höre und für mein Leben in Erwägung ziehe.
(Reflexionsfrage 1)
Jesus ermutigt dazu, auch unter Schmähung und Verfolgung nicht zu verzweifeln, sondern auf göttliche Eingebungen zu vertrauen. Wie souverän gehe ich mit Widerspruch um? Mache ich mir Sorgen um die Meinung anderer oder kann ich es gut aushalten?
(Reflexionsfrage 2)
Als Menschen leben wir in Beziehungen. Jesus sagt aber, dass um des Glaubens wegen Zwietracht und Hass zwischen den Menschen entstehen. Wie wichtig ist mir meine Beziehung zu Gott gegenüber meinen menschlichen Beziehungen?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Konsequenzen, die aus der Verkündigung des Evangeliums entstehen.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.