







34 Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen! Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; 36 und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein. 37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. 38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert. 39 Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.
40 Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. 41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. 42 Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist - Amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.
1 Und es geschah, als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte, zog er weiter, um in den Städten zu lehren und zu predigen.
«Margaret Rizza» © mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Margaret Rizza
«Undefended Heart» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
(Schauplatz gestalten)
Ein einfacher Raum, schattig und kühl. Durch die Tür fällt ein Streifen Licht auf den Lehmboden. Ich rieche Brot und kalten Rauch vom erloschenen Herdfeuer. Die zwölf Jünger sitzen dicht beieinander auf dem Boden und auf niedrigen Bänken. Ich bin einer von ihnen. Jesus steht vor uns. Er spricht mit ungeahntem Ernst. Einige beugen sich vor, als wollten sie kein Wort verpassen. Andere starren auf ihre Hände. Einer neben mir atmet scharf ein und hält die Luft an. Ich spüre, wie sich etwas in mir zusammenzieht, und merke, dass ich die Finger verkrampft habe. Im Raum ist es so still, dass ich das Holz der Bänke knarren höre. Draußen läuft ein Hund vorbei und bellt.
(Reflexionsfrage 1)
Ich denke an die verkrampften Finger und die angehaltene Luft der Jünger: Wann habe ich zuletzt Worte gehört, die mich zugleich erschreckt und tief berührt haben?
(Reflexionsfrage 2)
Gab es einen Moment, in dem ich für etwas eingestanden habe, das mir wichtig war, aber eine Beziehung belastet hat? Was habe ich dabei gespürt?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf den Tonfall, in dem Jesus spricht – und darauf, wie ich innerlich auf Jesu Worte reagiere.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.