







20 Dann begann er den Städten, in denen er die meisten Machttaten getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie nicht Buße getan hatten: 21 Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Denn wenn in Tyrus und Sidon die Machttaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind - längst schon wären sie in Sack und Asche umgekehrt. 22 Das sage ich euch: Tyrus und Sidon wird es am Tag des Gerichts erträglicher ergehen als euch. 23 Und du, Kafarnaum, wirst du etwa bis zum Himmel erhoben werden? Bis zur Unterwelt wirst du hinabsteigen. Wenn in Sodom die Machttaten geschehen wären, die bei dir geschehen sind, dann stünde es noch heute. 24 Das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom wird es am Tag des Gerichts erträglicher ergehen als dir.
«Jubilate» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ein Platz in Kafarnaum, staubig und hell. Die Mittagssonne steht hoch, und die Hitze drückt auf die flachen Dächer ringsum. Ich rieche gebratenen Fisch aus der Küche eines nahegelegenen Hofs. Menschen haben sich um Jesus versammelt: Leute aus der Stadt, die ihn kennen, die seine Wunder gesehen und danach einfach weitergelebt haben, wie zuvor. Jesus steht vor ihnen und schaut sie eindringlich an. Er beginnt zu sprechen, und seine Stimme klingt härter als sonst. Eine Frau neben mir verschränkt die Arme vor der Brust. Ein Mann schüttelt den Kopf und tritt einen Schritt zurück. Ich merke, wie mir heiß wird, und es liegt nicht nur an der Sonne. Irgendwo in der Menge weint ein Kind.
(Reflexionsfrage 1)
Die Leute in Kafarnaum haben Wunder gesehen und einfach weitergelebt wie zuvor. Gibt es in meinem Leben etwas Großes, das ich erfahren habe und an dem ich zunächst vorbeigegangen bin?
(Reflexionsfrage 2)
Wie reagiere ich, wenn mir jemand, der mich gut kennt, offen und ehrlich seine Meinung sagt? Abwehrend, weil ich mich verletzt fühle? Oder offen, weil ich damit rechne, etwas lernen zu können?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders darauf, mit welchem Blick Jesus die Umstehenden anschaut, während er zu ihnen spricht.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.