







1 Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. 2 Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. 3 Ihr seid schon rein kraft des Wortes, das ich zu euch gesagt habe. 4 Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so auch ihr, wenn ihr nicht in mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. 6 Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen. 7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. 8 Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.
«All is Well» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich nehme wahr, wie ich da bin. Ich spüre den haltenden Grund, und ich nehme meinen Atem wahr. Ich lasse das Bild nahekommen, mit dem Jesus zu seinen Freunden über die Beziehung spricht, die sie verbindet. In meiner Vorstellung sehe ich den Rebstock, der tief in der Erde wurzelt. Ich sehe die Reiser, an denen die Reben wachsen, sehe die Ranken, die sich im Wachsen Halt suchen. Zwischen den Weinblättern hängen in länglichen Trauben die saftig prallen Beeren. Ich höre in meiner Vorstellung Jesu Stimme: „Wenn ihr mit mir verbunden bleibt, bringt ihr viel Frucht – das ist die Freude, die Herrlichkeit Gottes“.
(Reflexionsfrage 1)
Kenne ich die Erfahrung, überzufließen mit dem, was mir geschenkt ist, und es weiterzugeben?
(Reflexionsfrage 2)
Welche meiner Beziehungen fühlen sich nährend, lebendig machend an?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die innige Beziehung, die Jesus mir – wie allen seinen Jüngern – anbietet.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.