







47 Wiederum ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das ins Meer ausgeworfen wurde und in dem sich Fische aller Art fingen. 48 Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, sammelten die guten Fische in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg. 49 So wird es auch bei dem Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern 50 und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
51 Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten ihm: Ja. 52 Da sagte er zu ihnen: Deswegen gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.
«Salve Regina - Gregorian Chants» © Mit freundlicher Genehmigung Juliano Ravanello
«Undefended Heart» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich sitze auf dem warmen Kieselstrand und rieche das Salz des Meeres, während Jesus neben mir steht. Vor uns ziehen meine Fischerkollegen das volle Netz aus dem Wasser – , Fische aller Art schimmern silbrig im Tageslicht. Das Netz wird schleifend ans Ufer gezogen, ich höre den knirschenden Sand. Jesus spricht nicht laut, doch jedes Wort trifft mich: „So wird es am Ende der Welt sein…" – mein Magen zieht sich zusammen, mir wird eng ums Herz. Ich sehe, wie die Fischer sich hinsetzen, die guten Fische in Körbe legen, die schlechten wegwerfen – und ich frage mich, wo ich selbst landen werde. Die Vorstellung von Gericht und reinigendem Feuer machen mir Angst und ich denke an meine schlechten Taten. Dann fragt er uns: „Habt ihr verstanden?" – und ich antworte „Ja", obwohl mein Herz pocht und ich kaum atme. Sein Blick ist gütig und ernst, und als er von dem Hausherrn spricht, der Neues und Altes aus seinem Schatz hervorholt, beginne ich den warmen Sand unter mir neu zu spüren – als würde er mir sagen: Auch dein Leben ist ein Schatz, den du neu sortieren musst.
(Reflexionsfrage 1)
Was sind die Dinge, die ich aus meinem Leben aussondern möchte, nicht, weil dahinter die Angst vor Strafe steht, sondern weil es Dinge sind, die mir und anderen nicht guttun?
(Reflexionsfrage 2)
Wo möchte ich mich in meinen Schwächen neu der Barmherzigkeit Gottes anvertrauen, weil es aus eigener Kraft nicht klappt?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Aussage, der aus seinem Schatz neues und altes hervorholt.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.