





13 Als Jesus das hörte, zog er sich allein von dort mit dem Boot in eine einsame Gegend zurück. Aber die Volksscharen hörten davon und folgten ihm zu Fuß aus den Städten nach. 14 Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen und heilte ihre Kranken. 15 Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick die Leute weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen! 16 Jesus aber antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! 17 Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische hier. 18 Er antwortete: Bringt sie mir her! 19 Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten 20 und alle aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrig gebliebenen Brotstücke ein, zwölf Körbe voll. 21 Es waren etwa fünftausend Männer, die gegessen hatten, dazu noch Frauen und Kinder.
«All is Well» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
(Schauplatz gestalten)
Heute höre ich das Evangelium, das am gestrigen Sonntag gelesen wurde, als Abschnitt der sogenannten Bahnlesung, also der fortlaufenden Lektüre eines Evangeliums an den Wochentagen, noch einmal. Diese Wiederholung gibt mir die Gelegenheit, mit einer anderen Perspektive in diese Schriftstelle einzutauchen. Mit der Hilfe meiner Fantasie versuche ich mich besonders in die Gefühle der Jünger hineinzuversetzen. Da ist zunächst die Sorge, vielleicht auch Ärger über die Leute, die an diesem Ort bei Jesus bleiben, ohne Essen dabei zu haben. Da ist die Verblüffung, vielleicht auch Unverständnis, dass Jesus ihnen aufträgt, den Menschen Essen zu geben. Da ist das Gefühl, zu wenig zu haben, nur zwei Fische und zwei Brote, vielleicht auch das Staunen über das Vertrauen Jesu. Da ist das unfassbare Gefühl, dass reicht, was sie haben und alle satt sind. Die Freude, vielleicht auch das Staunen darüber, dass zwölf ganze Körbe gefüllt sind.
(Reflexionsfrage 1)
Wo glaube ich zu wenig zu haben?
(Reflexionsfrage 2)
Kenne ich die Erfahrung, dass reicht, was ich einbringe und finden kann, ja sogar die Freude darüber, dass es mehr als genug ist?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Jünger, die zwischen Jesus und den Menschen vermitteln.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.