







21 Jesus ging weg von dort und zog sich in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. 22 Und siehe, eine kanaanäische Frau aus jener Gegend kam zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. 23 Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Schick sie fort, denn sie schreit hinter uns her! 24 Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. 25 Doch sie kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! 26 Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den kleinen Hunden vorzuwerfen. 27 Da entgegnete sie: Ja, Herr! Aber selbst die kleinen Hunde essen von den Brotkrumen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. 28 Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Es soll dir geschehen, wie du willst. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.
«Veni Sancte Spiritus» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Drops of Rainbow» © Creative Commons mit freundlicher Genehmigung der Künstler
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Die Sonne steht schon hoch am Himmel, als ich Jesus und seine Jünger kommen sehe. Neben mir eine Frau aus dieser Gegend. Ihr Gesicht ist gezeichnet vom Alter, den Erfahrungen des Lebens, der brennenden Sonne und der salzigen Luft der Region. Sie hat von diesem berühmten jüdischen Wanderprediger bereits einiges gehört: Von seiner Herkunft aus Galiläa, seinen fesselnden Predigten und Gleichnissen, aber vor allem von den Wundern, die er überall vollbringt. Ich betrachte den Blick der Frau: Der Zustand ihrer Tochter quält sie sichtlich. Und gleichzeitig sagt ihr Blick: “Ich setze meine ganze Hoffnung auf diesen Fremden. Was habe ich schon zu verlieren?” Ich schaue nochmals auf sie. Ihre Hände sind leer, der Blick aufmerksam, die Füße bereit, auf Jesus zuzulaufen. Sie atmet nochmals tief durch. Dann geht sie auf ihn zu.
(Reflexionsfrage 1)
Welche Dämonen quälen mich in meinem Alltag?
(Reflexionsfrage 2)
Kam es mir schon vor, als ob Jesus meine Bitte ausschlagen würde?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Antwort der Frau, als Jesus sie erst abweist.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.