







1 Jesus antwortete und erzählte ihnen ein anderes Gleichnis: 2 Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete. 3 Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. 4 Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Siehe, mein Mahl ist fertig, meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit! 5 Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, 6 wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um. 7 Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. 8 Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren nicht würdig. 9 Geht also an die Kreuzungen der Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein! 10 Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. 11 Als der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Menschen, der kein Hochzeitsgewand anhatte. 12 Er sagte zu ihm: Freund, wie bist du hier ohne Hochzeitsgewand hereingekommen? Der aber blieb stumm. 13 Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. 14 Denn viele sind gerufen, wenige aber auserwählt.
«Ubi Caritas» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Sancta Camisia» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Hans Christian
«Salt of the Sound» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich darf einem weiteren Gleichnis von Jesus lauschen und schließe dazu meine Augen. Ich stelle mir vor, wie der König in der Geschichte alles für die Hochzeit seines Sohnes vorbereiten lässt. Vor meinem inneren Auge entstehen der Festsaal, die fleißigen Diener, die ablehnende und gewaltsame Reaktion der ersten Gäste. Ich werde Zeuge, wie die Menschen der Straßen eingeladen werden und zum Hochzeitsmahl hineinströmen. Und dann ist diese eine Szene, wo der König den einen Menschen ohne Hochzeitsgewand konfrontiert.
Er wird als Freund angesprochen, gibt dem König aber keine Antwort.
Und dann der Befehl: „Werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis!“
(Reflexionsfrage 1)
In welchen Momenten meines Lebens sprach ich eine Einladung aus, welche von anderen abgelehnt oder ignoriert wurde?
(Reflexionsfrage 2)
Am Ende des Gleichnisses: Was beschäftigt mich mehr? Die Undankbarkeit der Menschen? Oder das Urteil des Königs?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf das, was Jesus über “auserwählt sein” sagt.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.