







45 Philippus traf Natanaël und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus, den Sohn Josefs, aus Nazaret. 46 Da sagte Natanaël zu ihm: Kann aus Nazaret etwas Gutes kommen? Philippus sagte zu ihm: Komm und sieh! 47 Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Sieh, ein echter Israelit, an dem kein Falsch ist. 48 Natanaël sagte zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. 49 Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! 50 Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah; du wirst noch Größeres als dieses sehen. 51 Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.
«Chants de la prière à Taizé» © mit freundlicher Genehmigung der Künstler Taizé
«Margaret Rizza (Instrumental)» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
«Dmitry Krasnoukhov» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Ich stelle mir vor, ich stehe unter einem Obstbaum. Ein süßlicher Duft der Früchte liegt in der Luft, die großen Blätter rauschen, in ihrem Schatten spüre ich eine kühle Brise. Ich lehne mich an den Stamm, greife unbewusst nach einer der Früchte, koste sie. Etwas entfernt beobachte ich einige Männer, sie sind miteinander im Gespräch - einer von ihnen ist mir ganz unbekannt, er interessiert mich, er bewirkt etwas in mir. Noch bleibe ich auf Distanz, fühle mich wohl an diesem Ort, im Schatten. Doch dann kommt ein Freund mit ausgestreckter Hand strahlend auf mich zu…
(Reflexionsfrage 1)
“Du glaubst, weil ich dich unter dem Feigenbaum sah?” Jesu Frage an Nathanael klingt erstaunt. Liegt es doch im Wesen Jesu, die Menschen zu sehen.
Ich werde von Jesus gesehen, auch unter den Bäumen, in den Schatten, in den ich mich zurückziehe. Ich lasse Jesu Blick auf mich wirken.
(Reflexionsfrage 2)
Manchmal schickt Gott Menschen vor, mich hervorzuholen aus meinen Schatten, zu ihm hin. Kenne ich diese Erfahrung?
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte noch einmal auf die einfache Feststellung Jesu: “Noch bevor Phillippus dich rief, habe ich dich gesehen.”
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.