







42 Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. 43 Bedenkt dies: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht. 44 Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. 45 Wer ist denn der treue und kluge Knecht, den der Herr über sein Gesinde einsetzte, damit er ihnen zur rechten Zeit die Nahrung gebe? 46 Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt! 47 Amen, ich sage euch: Er wird ihn über sein ganzes Vermögen einsetzen. 48 Wenn aber der Knecht böse ist und in seinem Herzen sagt: Mein Herr verspätet sich! 49 und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, und mit Zechern isst und trinkt, 50 dann wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; 51 und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Heuchlern zuweisen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
«Salve Regina - Gregorian Chants» © Mit freundlicher Genehmigung Juliano Ravanello
«Communita di Bose» © Mit freundlicher Genehmigung Mit freundlicher Genehmigung
(Schauplatz gestalten)
Es ist Nacht. Ich höre die Blätter rauschen, sonst ist es ganz still geworden um mich herum. Der Mond scheint mir den Weg, als ich von einer Stallung zur anderen gehe. Ich fühle mich etwas unsicher, versuche mir in Erinnerung zu rufen, was mein Chef tut, bevor die Nacht einbricht. Und wie er es tut. Versuche heute Abend hineinzuwachsen in die Verantwortung, die er übernimmt - für den Hof, die Angestellten, die Tiere. Ich habe ihn so oft beobachtet. Und versuche es heute Abend so gut wie möglich zu machen.
(Reflexionsfrage 1)
Kenne ich das Gefühl, dass Jesus sich verspätet. Kenne ich Situationen, in denen ich ungeduldig werde, vielleicht sogar wütend, weil ich mich im Stich gelassen fühle.
(Reflexionsfrage 2)
Kenne ich Situationen, in denen ich trotz der Überforderung versuchte, gut zu sein.
Kenne ich die Erfahrung, über mich hinauszuspringen, meinen Egoismus, meinen Stolz, meine Wut, - und gut zu sein zu mir selbst und den anderen.
(Vorbereitung zweites Hören)
Ich höre die Lesung ein zweites Mal und achte besonders auf die Beschreibung des treuen, seligen Knechts.
Meine Gedanken und Gefühle mache ich zu einem Gebet und vertraue Gott an, was mich bewegt.
So bitten wir Gott um seinen Segen für das Kommende.
Es segne und begleite uns Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.